Wichsen

Selbstbefriedigung - ein normales und wünschenswertes Sexualverhalten

Eine Leitseite zum Thema Selbstbefriedigung für den Aufklärungsunterricht, die Gruppenstunde oder zum privaten Gebrauch.

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Bibel und Selbstbefriedigung

Die Frage „Steht in der Bibel, dass man sich nicht selbst befriedigen darf?“ wird desöfteren im Internet gefragt. Dies zeigt, dass die christlichen Kirchen noch immer mit ihren unheilvollen moralischen Ansichten erfolgreich Propaganda betreiben. Der folgende Text ist aus einem Faden im Forum Med1 gefischt. Dort lautete die Frage „Ist Wichsen im katholischen Glauben erlaubt?“. Die Antwort lautet „Nein“. Warum? Weil es die kath. Kirche so lehrt. In der Bibel steht kein Gebot wie „Du sollst nicht wichsen.“; vergleichbar wie das 6. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen.“

Eine der Antworten mit Schwerpunkt auf der Onangeschichte lautete:
»Wenn man nach einer Formel suchst, bspw. "Du sollst/darfst nicht Wichsen!", dann wirst du In der Bibel nichts finden. Das liegt daran, dass es für bestimmte Tätigkeiten oder Dinge in anderen und besonders in alten Schriftkulturen manchmal keine speziellen Wörter gibt. Oftmals werden Dinge umschrieben oder in Beispiel-Geschichten unterschiedlicher Art verpackt.

Wenn man sich in Sachen "Wichsen im Mittelalter" kundig machen will, dann nutzen alle "modernen" (Neuzeit bis Gegenwart) Begriffe wie bspw. Wichsen, Selbstbefriedigung, Masturbation, Onanie und so nichts. Man findet nur "Umschreibungen". Es ist ein Unterschied, ob man "Volkes-Stimme" liest oder eine religiöse-theologische Quelle liest. Man kann nur aus dem Kontext erkennen, was gemeint ist. SB wurde zu dieser Zeit der Unzucht beigeordnet. Das wirft die Frage auf, warum ist das, was wir heute unter SB verstehen, dort Unzucht? (Warum vorehelicher Geschlechtsverkehr? Warum Ehebruch?) Dazu befragen wir die Bibel. Unter den Begriff "Unzucht" fällt die sogenannte Sünde des Onan (Gen 38, Familiengeschichte). Was war da los? Ein Mann hatte eine "Fremde", eine Kanaaniterin geheiratet und mit ihm seinen Erstgeborenen gezeugt. Der Knabe wurde Er genannt. Damit war seine Zukunft und die Erbfolge gesichert. Die Familie konnte sich fortpflanzen, getreu des Auftrags "Seid fruchtbar und vermehret euch!" Das Familienglück schien perfekt, als noch ein weiterer Sohn geboren wurde, Onan. Er bekam vom Vater eine Frau (Tamar) ausgesucht und verheiratet. Der stolze Vater hatte aber nicht mit dem lieben Gott gerechnet. Dem gefiel Er überhaupt nicht, und ließ ihn kurzerhand sterben, ohne Nachkommen - versteht sich. Ok, für solche Fälle gab's eine gesetzliche Regel (Schwagerehe). Da musste der Bruder des Toten ran und mit der Hinterbliebenen Nachkommen zeugen. Der Onan tat dies auch, aber nicht so ganz richtig. Er wollte seinem Bruder keine Nachkommen bescheren; warum auch immer. "Sooft er zur Frau seines Bruders ging, ließ er den Samen zur Erde fallen und verderben …" Diesem Treiben bereitet der liebe Gott auch ein Ende: Er lässt Onan auch sterben. Warum? Warum handelt Gott auf dieses Tun rabiat? Er könnte ihm ja dieses Vergehen verzeihen. "Er ließ den Samen zu Boden fallen und verderben." Genau auf diese Stelle beruft sich die traditionelle Bibelauslegung bei der Einstufung des Wichsens als Sünde, was selbstverständlich nur dann verständlich wird, wenn man weiß, warum dieser Gott diese Tat so hart abstraft.

Liegt der Grund darin, dass Onan gegen ein Gesetz (Pflicht zur Schwagerehe) verstoßen hat, oder hat es etwas mit dem Samen zu tun, der absichtlich nicht dahin kommt, wo er hingehört, sondern (auf dem Boden) verdirbt? Der Rechtsverstoß an sich kann es eigentlich nicht sein. Jedenfalls nicht allein; dies lässt sich biblisch kaum plausibel erklären. Den Schlüssel zum weiteren Verständnis liefert der vergammelnde Samen, der nicht an seinem natürlichen Zielort angekommen ist, nämlich in der Frau. "Natürlich" heißt in diesem Zusammenhang, dass es von dem Gott so gemacht und vorgesehen sei. Dazu wird die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau und deren Zweckbestimmung angeführt: Sie haben sich zu vermehren und sich die Erde untertan zu machen. Der Zweck von Sex ist Fortpflanzung, und zwar in der Gemeinschaft von Mann und Frau. Samen verspritzen ist gegen die Schöpfungsordnung … und wird deswegen mit dem Tod geahndet. Das war ein Unzuchtsverbrechen, das war fast Sodomie. Von letzterer unterschied sich SB nur insofern, dass der Same nicht irgendwo "hinfiel", sondern ins gegenteilige "Loch". Das galt als widernatürlich (Gräuel, zutiefste Missachtung dieses Gottes und seinen Geboten).

Das ganze Lehre (besser: Leere) ist hirnrissig und an den Haaren herbeigezogen.
Diese Verknüpfung von Fortpflanzung und Sex und "nur in der Ehe" wird erst seit der Aufklärung im vorletzten Jahrhundert ernsthaft bestritten. Bis dahin galten Onanisten selbstverständlich als schwere Sünder. Nicht wenigen hat dies das Leben gekostet.

Man muss in der Bibel nach der Sache, nicht nur nach den Worten suchen. Der Befund heisst: SB entspricht nicht dem Plan Gottes. Dieses Sexualverhalten ist gottwidrig, und damit Sünde, also verboten. Meiner Meinung nach ist das Humbug, aber ich glaube auch nicht an die Bibel und das, was drin steht.
Ich sage: Hier irrt die Bibel. Wichsen ist normal

Das folgende PDF (Präsentationsformat) kann als Einstieg in das Thema dienen:

bibel_wichsen

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Zu welchem Irrsinn religiöse und gesellschaftliche Moralvorstellungen führen können, zeigt das Buch "Der Hauslehrer - Die Geschichte eines Kriminalfalls" von Michael Hagner.

Es geht um einen Kriminalfall am Beginn des letzten Jahrhunderts, der viel Aufsehen erregt hat. Reiche, bürgerliche Eltern hatten für ihre zwei Söhne einen jungen Hauslehrer angeheuert, der ihnen Disziplin und Wissen beibringen sollte. Dies erwies sich als schwierig und letztlich unmöglich. Als sich herausstellt, dass die beiden Jungs onanieren, nimmt das Drama seinen Lauf. Jetzt hatte man die Ursache ihres Versagens gefunden. Das allseits(!) empfohlene Gegenmittel, körperliche Züchtigungen, führen am Ende zum Tod des älteren Jungen. Der Hauslehrer wurde zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil wurde als skandalös zu milde empfunden.
Es wird die Frage beleuchtet, wie das unter den Augen der Mitmenschen passieren konnte. Eine Tragödie war abgelaufen: Die beiden Jungs hatten niemanden mehr, auf dessen Hilfe sie hätten bauen können. Sie waren hilflos einem kranken Lehrer zum Opfer geworden.
Die Onanie der Jungs wurde vertuscht, verschwiegen, damit die Eltern keinen Schaden nahmen. Dem Täter wurde Homosexualität angedichtet, "Experten" kamen zu Wort.
Für schwule Leser ist das Buch interessant, weil sie hier einen Einblick in die Hintergründe des damaligen Denkens, der damaligen Sexualmoral, finden können. Es sage keiner, wir wären heute davor sicher ...
Ein weiteres Thema des Buches ist, was die Presse daraus machte und wie die Gesellschaft reagierte. Kurz: Vom eigentlichen Geschehen wusste Presse und Öffentlichkeit so gut wie nichts. Das Volk schrie nach Rache ... und die "Experten" redeten Unsinn. Fast wie heute
sad° . Der Stoff des Buches ist beklemmend. Die damaligen "Experten", Psychiater, Mediziner und Sexualwissenschaftler, spielten düstere Rollen.

Dieser Fall hat zwar schon Bücheregale gefüllt, aber dieses toppt alles, weil zum ersten Mal die bislang "verschollenen" Prozessakten und der darin aufgefundenen Teile des Briefwechsels zwischen der Mutter und den Söhnen sowie zwischen der Mutter und dem Hauslehrer als Quelle benutzt werden.

Wer etwas mehr über die Hintergründe von
Schwulenhass und verkommener Sexualmoral erfahren will, dem liefert das Buch reichhaltigen Stoff (und die Quellen).

Hier eine Leseprobe.

Updated: 23.01.2011
Hier ein anderer Einstieg ins Thema mit viel Textmaterial:

krieg_gegen_onanie

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SB ist eben geil und schön

Selbstbefriedigung gehört zu den Vergnügen, die sich Menschen in allen Altersstufen oft und ausgiebig gönnen. Dazu gibt es offensichtlich in entsprechenden Foren viele Fragen wie auch viele gute Antworten. Die folgenden Pdf's greifen Fragen und Antworten auf. Sie sollen zeigen: SB ist die normalste Sache der Welt" und ausgesprochen gut.

Eine der oft gestellten Fragen lautet: "
Wann habt ihr das erste Mal gewi....?" Nun, es gibt hier Früh- und Spätzünder. Man beginnt mit der Selbstbefriedigung dann, wenn man in die Pubertät gekommen ist. In unseren Breiten liegt das Alter momentan zwischen 10-15 Jahren. In der folgenden Präsentation wird das Zahlenspiel etwas auf's Korn genommen. Es geht darum, mit Zahlen aufzuwarten ... und um ihre Aussagefähigkeit. Es gilt: Jeder, bis auf wenige Ausnahmen, hat mit der Pubertät angefangen, sich selbst zu befriedigen. Es macht jeder, auch der, den du gerade siehst.

zahlenspiel

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Eine besorgte Frage lautet "
Wichse ich zu viel?" Mit ihr beschäftigen sich 2 Pdf's (Präsentationen) aus mit unterschiedlichem Schwerpunkt.
Hier werden u.a. die Themen "Sucht" und "Nicht Aufhören können" gestreift. "SB ist eben geil und schön" lautet die Zentralaussage.

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Und lautet die Ausgangsfrage "
Übertreibe ich es?" Die Antworten geben 2 Statistiken mit unterschiedlichen Zahlen.
Stellt man die Frage, warum solche Fragen immer wieder auftauchen, so kann eine Antwort lauten, weil die Selbstbefriedigung in den letzten 500 Jahren bekämpft wurde. Darauf gehen die Seiten 5-12 ein und bieten einen Überblick.

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Warum Bibeltreue nicht Wichsen, erfährst du nachstehend. Auch wenn dir die Begründung komisch vorkommt, ist es dennoch so: Das biblische Menschenbild und der dort erteilte "Schöpfungsauftrag" sind die eigentlichen Knackpunkte. Zwar könnte jemand einwenden, die Onangeschichte sei erst im 17. Jahrhundert in den Zusammeng mit Selbstbefriedigung (Onanie, Masturbation) gebracht worden, aber das Argument zählt nicht viel. Denn dann lautet die nächste Frage, wieso es den möglich war, die Bibel so zu interpretieren. Die Plattfische unter den Christenfischen (bspw. Evangelikale und rechte Katholiken) begreifen nicht, dass man die Bibel in der Tat unterschiedlich interpretieren kann. So etwas ist aber religionstypisch.

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