Rund um die Bibel

Skandalbibel? Alte Bibel wirbelt Staub auf

Aktualisiert am 11.02.2011
Neues aus der Bibelwelt:

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Leitseite „Früchte vom Baum der Erkenntnis“

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Über die Bibel

Die Bibel ist eine Sammlung von Einzelschriften, die erst im Laufe von langen Jahren und vielen bis heute nicht abreißenden Diskussionen zum „Buch der Bücher“, zum Kanon zusammengefasst wurden. Mithilfe der folgenden Themenseite (PDF) kann man - und besonders Bibelfans unter uns - etwas mehr darüber erfahren.

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Zitat aus dem Internet: „Es mag sich ein fundamentalistischer Bibelfan darin gefallen, das Buch so auswendig zu können, wie ein Kursbuch-Fan die kleinste Haltestelle und einer ebensolchen Bahnstrecke aufzählen kann und den Fahrplan herunterbeten kann, oder wie ein autistischer Savant die Häuserfassaden aufzählen kann, die er einmal gesehen hat.
Während jedoch der Kursbuchfan ein logisches Zahlenwerk vortragen kann, das Wissen des Savant's mit der Wirklichkeit der Fassaden überprüft werden kann, so handelt es sich bei der Bibel um ein Buch, eine Schriftensammlung, die in einem Zeitraum von gut 1000 Jahren entstanden sind (und das Ganze lief vor 2000 Jahren ab). Sie wurden redaktionell bearbeitet. Um die Texte zu verstehen, braucht es mehr als den hl. Geist.“

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Eine Gegenüberstellung vieler Widersprüche findest du
hier (Zeitschrift "Der Theologe", Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 8: Wie der Teufel in der Bibel hauste, Wertheim 2001, 3. Auflage 2005).

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Eine fast alltägliche Frage

Was sagt die Bibel zu ... ?

Christen orientieren sich an der Bibel, auch wenn diese auf gegenwärtige „Probleme“ oftmals keine, eine falsche oder nur eine indirekte Antwort gibt. Auf die Frage nach der Entstehung der Welt und des Menschen gibt sie eine falsche Antwort. Die Welt wurde nicht in 6 Tagen geschaffen; und „gut“ ist sie auch nicht. (Von D.)

Auf eine moderne, besser wissenschaftliche Fragestellung wie „Was ist Sexualität?“ gibt sie keine Antwort. Über sexuelle Selbstbefriedigung sagt sie „wort-wörtlich“ auch nichts. Eine „Googelei“ in der Bibel „Ist Selbstbefriedigung erlaubt?“ ergibt keine brauchbaren Treffer. Eine Suche nach „Triebtäter“ wäre auch erfolglos, obwohl es in der Bibel eine Geschichte gibt, in der ein ungezügelter Sexualtrieb der Grund zu einem Auftragsmord ist. König David findet Batseba, die Frau eines Offiziers aus seiner Soldateska, saugeil. Obwohl er in seinem Harem schon zahlreiche Zuckerschnecken hatte, mit denen er Sex haben konnte, bestellte er sie in seinen Palast... und schwängert die Ehefrau des Soldaten. Seinen Kopf konnte er nur aus der Schlinge ziehen, indem er den rechtmäßigen Mann umbringen ließ. - Heutzutage würde ein so sexuell hyperaktiver Mann als Triebtäter bezeichnet werden; einer, der obendrein seine Macht missbraucht. - Dieser Mann und sein Amt wurden zum Vorbild eines Königtums, das im Christentum lange Zeit „in“ war, und das nicht in der Lage war, ein friedliches Miteinander der Völker zu verwirklichen. Die Bibel kennt keine Triebtäter, dafür aber Gesinnungstäter.

Die reiche Witwe Judith bspw. verführte den Kriegsherren Holophernes zum Sex und brachte ihn während der „Nummer“ um. Dadurch wurde sie zum Freiheitsidol. Wäre die Sache schiefgegangen, wäre sie als Märtyrerin oder Selbstmordattentäterin in die Geschichte eingegangen. Die Sexsucht des Holophernes - O- Ton: „Es wäre wahrhaftig eine Schande für uns, wenn wir eine solche Frau gehen ließen, ohne sie gef.... zu haben. Sie würde uns auslachen, wenn wir sie nicht an uns rissen.“ - und seine offensichtliche Vergewaltigungsbereitschaft steht auch nicht zur Debatte.

Die Bibel antwortet nicht auf jede Frage. So würde man in ihr vergeblich eine Antwort auf die Frage „Was ist Sexualität?“ finden. Über Sexualverhalten antwortet sie mit Verboten. Dem Sex vor oder ausserhalb der Ehe wird abgestraft, homosexuelles Tun bringt Gott in besondere Rage. Die Todesstrafe ist der Lohn etwaiger Vergehen.

Auf die Frage „Was ist Gott?“ liefert sie zahlreiche und sehr unterschiedliche Antworten. Gott ist ein zorniger Wüterich und ein liebender Vater zugleich, ein Rächer und Versöhner, ein Zerstörer und Neuerbauer. Leben und Tod geht von seinem Wesen aus. Die Bibel liefert die unterschiedlichsten Antworten auf die Frage nach Gott. - Gepredigt wird bevorzugt ein „Gott der Liebe“, der sich selbstverständlich auch aus der Bibel hinein- oder herauslesen lässt.

Wer in der Bibel eindeutig Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens sucht, kommt nicht umhin, sich an Vorgaben zu halten, die ihm seine Kirche vorgibt. Leider sind diese z.T. grottenschlecht. Folgt man Evangelikalen, antwortet die Bibel „wortwörtlich“. Dann muss man eben glauben, dass die Sonne festgehalten werden kann (damit ein Kriegstag länger werden kann, dass ein Mensch drei Tage im Bauch eines Fisches überleben kann oder über Wasser gehen kann, dass eine in Verwesung befindliche Leiche wieder lebendig werden kann, dass zur Todesstunde Jesu eine Sonnenfinsternis Jerusalem in Finsternis hüllte usw. Für einen nüchtern und wissenschaftlich denkenden Menschen sind viele biblische Antworten abenteuerlich falsch.

So stellt sich die Frage, ob man heutzutage überhaupt noch Fragen an die Bibel stellen sollte. Ich sage: „Nein!“ Sie ist eine Sammlung menschlicher Schriften, deren Schreiber und Redakteure sich einbildeten, den „Willen“ ihre Gottes zu kennen. Ansonsten ist sie ein Werk großer Irrtümer und Widersprüche.

Auf heutige Fragen gibt die Bibel keine zufriedenstellenden Antworten, Man kann sie getrost beiseite legen, wie andere „heilige“ Schriften auch.

Es sei die Frage erlaubt, ob man solche Geschichten Kindern erzählen sollte oder gar muss.

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Das Book of Kells

Eine Einführung in Inhalt, Entstehung und Geschichte, Schrift und Geschichte sowie wie Literaturhinweise.
Das Book of Kells gilt als eine der schönsten und reichhaltig geschmücktesten Evangelien-Handschriften des Mittelalters.

book_of_kells

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Inzest oder biblische Dümmelei - das ist hier die Frage

(Updated 09.01.2011 - 10:15 Uhr) Die Sintflutgeschichte der Bibel, gemäß der Bibelgläubige lange Zeit an eine globale Flutkatastrophe glaubten, hat nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nie stattgefunden. Christen und andere Bibelgläubige hielten lange Zeiten dagegen: Bei Gott sei kein Ding unmöglich. Am Ende des 19. Jahrhunderts dämmerte ihnen, dass kein vernünftiger Mensch ihnen diese Begründung glaubte. Während evangelikale Kreise und andere Christen unter dem Motto „Und die Bibel hat doch recht“ lange Zeit diesen Mythos als reales Geschehen deuteten, ist das heute anders geworden. Moderne Bibelfans erweisen sich als die Experten, die alles besser wissen und erklären können. Jetzt wird radikal umgedeutet, damit die Bibel in modernen Zeiten salonfähig bleibt. Getreu dem Glauben, dass nicht sein kann was nicht sein darf - dass die Geschichte nämlich blanker Unsinn ist und ein nichtexistierender Gott nie einen Bund mit Menschen schließen kann, erklären sie das ehemals global geglaubte Ereignis nun zu einem lokalen um. Da der Himmel dann nicht zu richtig ins Bild passt, erklären sie ihn zu einem Stilmittel um, mit dem der überirdische Respekt vor dem Volk Israel durch die Nachbarvölker ausgedrückt werden solle. Angesichts der heutigen Zustände im Nahen Osten eine ziemlich geschmacklose Annahme. Aber lest selbst diese nicht ganz frei erfundene Geschichte:

bibelkunde
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Aktualisiert am 09.01.2011:
Eine Antwort kam schnell.
- „Lass den Bibelbashern doch ihren Spaß. Solche Trolle haben halt nix Besseres zu tun, wie du schon richtig angemerkt hast, und sind in fast jedem Internetforum zu finden. Als Hauptgrund für ihre geschmacklosen Provokationen vermute ich jedoch, dass sie sich besonders cool und "modern" vorkommen, wenn sie biblische Texte alle naselang als ein dummes, längst überholtes und widerlegtes Märchenbuch diffamieren. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei nur um unreflektiertes Nachgeplapper durch Leute, die keine Ahnung haben wovon sie reden und sich nur profilieren wollen. Da hilft nur beinhartes Ignorieren.“
- „Hier, mal ein vernünftiger Link für dich. www.evolutionstheorie.infel/genesis6.htm“

Dazu eine Antwort:
Der Link verweist auf pseudowissenschaftliche Arbeiten evangelikaler Prägung hin. Kein Wunder, dass ich - in der Tat ein Bibelkritiker - hier als Troll und Bibelbasher bezeichnet werde. Derartige Provokationen sind in solchen Kreisen eine beliebte Verhaltensweise, die sich kurz so beschreiben lässt: "unterstellend, persönlich diffamierend, lügnerisch, verleumdend, andere für dumm haltend, ignorant den eigentlichen Problemen gegenüber"
Hier noch mit anderen Beispielen belegt. Das ist nicht mein Ding.

Der "vernünftige Link" führt in die Welt des Bibelbundes und der neuen evangelistischen Bibelübersetzung. Dieser 1894 gegründete christliche Verein kämpft massiv gegen eine Bibelkritik, die sich allgemein gültiger und wissenschaftlich anerkannter exegetischer Verfahren bedient, und gegen eine durch sie beeinflusste Theologie(*). Er setzt sich für die "Stärkung des Vertrauens in die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift" und bekennt sich zur Chicago-Erklärung. Der Verein vertreibt diverses Schriftgut für den Kampf gegen Bibelkritiker und Atheisten. Für diese Art von Christen ist bspw. die Annahme einer wissenschaftlichen Theorie wie die Evolutionstheorie bereits ein religiöser Akt. Unter solchen Vorbedingungen ist vernünftiges Denken und Argumentieren ausgeschlossen.

Die Übersetzung dieser "neuen" Bibel ist eine Übertragung (sic!) der Bibel ins heutige Deutsch. Sie wurde unter Zuhilfenahme deutsch- und englischsprachiger Übersetzungen und Kommentare und unter Beachtung des hebräischen, aramäischen und griechischen Grundtextes erarbeitet. D.h., der Originaltext wurde mit bereits vorhandenen Texten so zurechtgefeilt, dass von einer authentischen Übersetzung kaum die Rede sein kann. Sie "verzichtet darauf, bestimmte Begriffe immer gleich zu übersetzen, sondern passt sie dem jeweiligen Textzusammenhang und dem deutschen Sprachgefühl an." - Diese Übersetzung wurde als geschmeidiges Kampfmittel gegen Bibelkritiker geschaffen und kostet Leuten, "die eine gradlinige, unkomplizierte Übersetzung schätzen und die Bibel so leicht lesen wollen wie eine Tageszeitung", schlappe 16,90 €. Angesichts der Qualität der heutigen Tageszeitungen ist das nicht unbedingt eine gute Werbung. Es ist schade um jeden Baum, auf der sein Leben für das notwendige Druckpapier lassen muss(te).

(*) Hier findest du eine umfangreiche Erörterung der Problematik:
Thomas Schirrmacher,
Bibeltreue in der Offensive.

Danach erscheint eine Auseinandersetzung in Sachen Bibel mit Atheisten nicht möglich, weil ein sogenannter Heiliger Geist zur Erfassung zur „geistlichen Erfassung“ erforderlich ist (S.120). An so etwas glauben Atheisten selbstverständlich nicht. Man muss Christen einfach in ihrer Geisterwelt lassen. Solange sie nicht - wie oftmals in der Vergangenheit - zu den Waffen greifen und sich selbst und Ungläubige bekämpfen, sollte man mit so einem Aberglauben ebenso leben können, wie mit dem anderer Religionen. Religiös gestrickte Menschen sind halt etwas komisch und glauben einen Unsinn nach dem anderen.

Bibel und Selbstbefriedigung

Die Frage „Steht in der Bibel, dass man sich nicht selbst befriedigen darf?“ wird desöfteren im Internet gefragt. Dies zeigt, dass die christlichen Kirchen noch immer mit ihren unheilvollen moralischen Ansichten erfolgreich Propaganda betreiben. Der folgende Text ist aus einem Faden im Forum Med1 gefischt. Dort lautete die Frage „Ist Wichsen im katholischen Glauben erlaubt?“. Die Antwort lautet „Nein“. Warum? Weil es die kath. Kirche so lehrt. In der Bibel steht kein Gebot wie „Du sollst nicht wichsen.“; vergleichbar wie das 6. Gebot „Du sollst nicht ehebrechen.“

Eine der Antworten mit Schwerpunkt auf der Onangeschichte lautete:
»Wenn man nach einer Formel suchst, bspw. "Du sollst/darfst nicht Wichsen!", dann wirst du In der Bibel nichts finden. Das liegt daran, dass es für bestimmte Tätigkeiten oder Dinge in anderen und besonders in alten Schriftkulturen manchmal keine speziellen Wörter gibt. Oftmals werden Dinge umschrieben oder in Beispiel-Geschichten unterschiedlicher Art verpackt.

Wenn man sich in Sachen "Wichsen im Mittelalter" kundig machen will, dann nutzen alle "modernen" (Neuzeit bis Gegenwart) Begriffe wie bspw. Wichsen, Selbstbefriedigung, Masturbation, Onanie und so nichts. Man findet nur "Umschreibungen". Es ist ein Unterschied, ob man "Volkes-Stimme" liest oder eine religiöse-theologische Quelle liest. Man kann nur aus dem Kontext erkennen, was gemeint ist. SB wurde zu dieser Zeit der Unzucht beigeordnet. Das wirft die Frage auf, warum ist das, was wir heute unter SB verstehen, dort Unzucht? (Warum vorehelicher Geschlechtsverkehr? Warum Ehebruch?) Dazu befragen wir die Bibel. Unter den Begriff "Unzucht" fällt die sogenannte Sünde des Onan (Gen 38, Familiengeschichte). Was war da los? Ein Mann hatte eine "Fremde", eine Kanaaniterin geheiratet und mit ihm seinen Erstgeborenen gezeugt. Der Knabe wurde Er genannt. Damit war seine Zukunft und die Erbfolge gesichert. Die Familie konnte sich fortpflanzen, getreu des Auftrags "Seid fruchtbar und vermehret euch!" Das Familienglück schien perfekt, als noch ein weiterer Sohn geboren wurde, Onan. Er bekam vom Vater eine Frau (Tamar) ausgesucht und verheiratet. Der stolze Vater hatte aber nicht mit dem lieben Gott gerechnet. Dem gefiel Er überhaupt nicht, und ließ ihn kurzerhand sterben, ohne Nachkommen - versteht sich. Ok, für solche Fälle gab's eine gesetzliche Regel (Schwagerehe). Da musste der Bruder des Toten ran und mit der Hinterbliebenen Nachkommen zeugen. Der Onan tat dies auch, aber nicht so ganz richtig. Er wollte seinem Bruder keine Nachkommen bescheren; warum auch immer. "Sooft er zur Frau seines Bruders ging, ließ er den Samen zur Erde fallen und verderben …" Diesem Treiben bereitet der liebe Gott auch ein Ende: Er lässt Onan auch sterben. Warum? Warum handelt Gott auf dieses Tun rabiat? Er könnte ihm ja dieses Vergehen verzeihen. "Er ließ den Samen zu Boden fallen und verderben." Genau auf diese Stelle beruft sich die traditionelle Bibelauslegung bei der Einstufung des Wichsens als Sünde, was selbstverständlich nur dann verständlich wird, wenn man weiß, warum dieser Gott diese Tat so hart abstraft.

Liegt der Grund darin, dass Onan gegen ein Gesetz (Pflicht zur Schwagerehe) verstoßen hat, oder hat es etwas mit dem Samen zu tun, der absichtlich nicht dahin kommt, wo er hingehört, sondern (auf dem Boden) verdirbt? Der Rechtsverstoß an sich kann es eigentlich nicht sein. Jedenfalls nicht allein; dies lässt sich biblisch kaum plausibel erklären. Den Schlüssel zum weiteren Verständnis liefert der vergammelnde Samen, der nicht an seinem natürlichen Zielort angekommen ist, nämlich in der Frau. "Natürlich" heißt in diesem Zusammenhang, dass es von dem Gott so gemacht und vorgesehen sei. Dazu wird die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau und deren Zweckbestimmung angeführt: Sie haben sich zu vermehren und sich die Erde untertan zu machen. Der Zweck von Sex ist Fortpflanzung, und zwar in der Gemeinschaft von Mann und Frau. Samen verspritzen ist gegen die Schöpfungsordnung … und wird deswegen mit dem Tod geahndet. Das war ein Unzuchtsverbrechen, das war fast Sodomie. Von letzterer unterschied sich SB nur insofern, dass der Same nicht irgendwo "hinfiel", sondern ins gegenteilige "Loch". Das galt als widernatürlich (Gräuel, zutiefste Missachtung dieses Gottes und seinen Geboten).

Das ganze Lehre (besser: Leere) ist hirnrissig und an den Haaren herbeigezogen.
Diese Verknüpfung von Fortpflanzung und Sex und "nur in der Ehe" wird erst seit der Aufklärung im vorletzten Jahrhundert ernsthaft bestritten. Bis dahin galten Onanisten selbstverständlich als schwere Sünder. Nicht wenigen hat dies das Leben gekostet.

Man muss in der Bibel nach der Sache, nicht nur nach den Worten suchen. Der Befund heisst: SB entspricht nicht dem Plan Gottes. Dieses Sexualverhalten ist gottwidrig, und damit Sünde, also verboten. Meiner Meinung nach ist das Humbug, aber ich glaube auch nicht an die Bibel und das, was drin steht.
Ich sage: Hier irrt die Bibel. Wichsen ist normal

Das folgende PDF (Präsentationsformat) kann als Einstieg in das Thema dienen:

bibel_wichsen

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Zu welchem Irrsinn religiöse und gesellschaftliche Moralvorstellungen führen können, zeigt das Buch "Der Hauslehrer - Die Geschichte eines Kriminalfalls" von Michael Hagner.

Es geht um einen Kriminalfall am Beginn des letzten Jahrhunderts, der viel Aufsehen erregt hat. Reiche, bürgerliche Eltern hatten für ihre zwei Söhne einen jungen Hauslehrer angeheuert, der ihnen Disziplin und Wissen beibringen sollte. Dies erwies sich als schwierig und letztlich unmöglich. Als sich herausstellt, dass die beiden Jungs onanieren, nimmt das Drama seinen Lauf. Jetzt hatte man die Ursache ihres Versagens gefunden. Das allseits(!) empfohlene Gegenmittel, körperliche Züchtigungen, führen am Ende zum Tod des älteren Jungen. Der Hauslehrer wurde zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil wurde als skandalös zu milde empfunden.
Es wird die Frage beleuchtet, wie das unter den Augen der Mitmenschen passieren konnte. Eine Tragödie war abgelaufen: Die beiden Jungs hatten niemanden mehr, auf dessen Hilfe sie hätten bauen können. Sie waren hilflos einem kranken Lehrer zum Opfer geworden.
Die Onanie der Jungs wurde vertuscht, verschwiegen, damit die Eltern keinen Schaden nahmen. Dem Täter wurde Homosexualität angedichtet, "Experten" kamen zu Wort.
Für schwule Leser ist das Buch interessant, weil sie hier einen Einblick in die Hintergründe des damaligen Denkens, der damaligen Sexualmoral, finden können. Es sage keiner, wir wären heute davor sicher ...
Ein weiteres Thema des Buches ist, was die Presse daraus machte und wie die Gesellschaft reagierte. Kurz: Vom eigentlichen Geschehen wusste Presse und Öffentlichkeit so gut wie nichts. Das Volk schrie nach Rache ... und die "Experten" redeten Unsinn. Fast wie heute
sad° . Der Stoff des Buches ist beklemmend. Die damaligen "Experten", Psychiater, Mediziner und Sexualwissenschaftler, spielten düstere Rollen.

Dieser Fall hat zwar schon Bücheregale gefüllt, aber dieses toppt alles, weil zum ersten Mal die bislang "verschollenen" Prozessakten und der darin aufgefundenen Teile des Briefwechsels zwischen der Mutter und den Söhnen sowie zwischen der Mutter und dem Hauslehrer als Quelle benutzt werden.

Wer etwas mehr über die Hintergründe von
Schwulenhass und verkommener Sexualmoral erfahren will, dem liefert das Buch reichhaltigen Stoff (und die Quellen).

Hier eine Leseprobe.

Updated: 23.01.2011
Hier ein anderer Einstieg ins Thema mit viel Textmaterial:

krieg_gegen_onanie

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Apokalypse now?

Christen glauben an seltsame Dinge.
Himmelfahrt per Entschweben, per feurigem Wagen und per Engelpower. Vor allem aber glauben sie an Krieg und Verwüstungen. Ihr Opferlamm wird wiederkommen. Das Wollte dieser Jesus zwar noch zu Lebzeiten der Apostel, aber noch heute warten sie drauf ...

christlicher_wahnglaube

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Endzeitliches Gemetzel:

brennende_welt

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Biblische Eseleien

Wenn man die Bibel wortwörtlich verstehen muss, dann können Esel sprechen. Dass dabei allerlei Unsinn herauskommen kann, verstehen „Bibeltreue“ in der Regel nicht.
Wer keinen Humor hat, sollte sich die Bilder lieber nicht anschauen.

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Bibelglaube nach eigenem Geschmack

Spricht man mit Christen über Glaubenslehren ihren Kirchen, Sekten oder Gurus und beruft sich dabei auf die Bibel, dann erwidern sie oftmals, es sei ja alles anders zu verstehen. Dabei verdrehen sie schamlos Bibelstellen und geben ihnen den gewünschten Sinn.
Der Leitfaden greift ein solches Beispiel auf. Es geht um die Unauflöslichkeit der Ehe und das Verbot der Ehescheidung. Der Christ, der zu Wort kommt, verdreht eine Aussage Jesu in Mt 19 einfach zu seinen Gunsten.

bibelglaube

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Buchempfehlung
b1
Lambrecht, Oda / Baars, Christian
Mission Gottesreich
Fundamentalistische Christen in Deutschland
Sie sind radikal, sendungsbewusst und zunehmend erfolgreich: christliche Fundamentalisten in Deutschland. Die Bibel ist für sie Lebens- und Glaubensgrundlage, andere Religionen lehnen sie ab, alle Nichtchristen wollen sie bekehren. Homosexualität gilt als Sünde, Sex vor der Ehe ist verpönt, die Evolutionstheorie stellen sie in Frage. Nach Schätzungen leben in Deutschland mehr als eine Million von ihnen. Die Autoren haben zahlreiche fundamentalistische Gemeinden und deren Veranstaltungen besucht, mit Anhängern, Aussteigern und Theologen gesprochen, Internetforen beobachtet, Veröffentlichungen der bibeltreuen Christen ausgewertet, unzählige Predigten analysiert. Das Buch zeigt die Arbeit von entsprechenden Vereinen, Missionswerken und Lobbygruppen, informiert über autoritäre Strukturen, angebliche Wunderheilungen und Dämonenaustreibungen. Und es fragt, wie Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland mit diesen radikalen Gruppen umgehen.
erschienen im Ch. Links Verlag, 2009.
2. Auflage Preis: 16,90 Euro. ISBN: 978-3-86153-512-6

Mit der Bibel gegen das Grundgesetz

Ohne Worte:

frauen_und_kirche

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Gottes Eigenschaften

Gott sei gerecht und so ...
Wer soviel Unsinn glaubt gilt als fromm:

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Anleitung zur Dummhaltung

Vergötterung eines Buches
Eine Webseite wirbt für die Bibel „Mit Gewinn die Bibel lesen“. Der Autor der Seite beginnt mit einem persönlichen Kommentar. Er empfiehlt ein Lesen im Kontext, die Fußnoten zu beachten, das Stichwort und Sachregister zu nutzen sowie eine Konkordanz und ein Bibellexikon zu Rate zu ziehen. Soweit so gut. Er empfiehlt sozusagen einen wissenschaftlichen Umgang mit diesem Buch. Er weist allerdings nicht eigens darauf hin, dass die erläuternden Texte in der Bibel bereits eine Auswahl der jeweiligen Konfession enthalten. Wirklich sachlich und objektiv kann man sich dort nicht informieren.
Dann aber geht es zur Sache. Man solle die Bibel immer zur Hand haben, sich ihre Worte zu Herzen nehmen, sie mit 5 Fragen tiefer erfassen, schwierige Bibelstellen zu übergehen und das Ganze möglichst in Gemeinschaft (Bibellese) zu machen. Die Fragen sind stark manipulativ.
Beachte: So soll man mit einem Buch umgehen, indem eine Menge schlichtweg falsches und sehr viel gewalttätiges geschrieben steht.
Das Pdf bietet den Text, kritische Anmerkungen und weiterführende Links.

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In dem folgenden Pdf sind ein paar Aussagen/Sprüche gesammelt, die zum Weiterdenken anregen sollen. Fanatiker werden sie nicht verstehen. „Ich weiß nicht, dass ich nichts weiß“ ist für sie nach der Bibellektüre auf Gurus Weise ein dummer Spruch. Dann ab da haben sie die Wahrheit gepachtet.

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Gotteskämpfern auf der Spur (2)

Christen haben Lehrstreitigkeiten immer wieder genutzt, um Unruhe im Volk zu schüren und nach Gewalt zu rufen. Wie allgemein bekannt ist, diffamieren, verunglimpfen und lügen sie dabei schamlos. Beim sogenannten Bilderstreit taten sie es damals ... und auch heute fangen sie mit dem gleichen lächerlichen Thema wieder an.
Fazit: Mit dem Christentum ist kein Friede auf Erden möglich!

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Dummhaltung eine Forderung in der Bibel

„Die Christen haben Unwissenheit zur Tugend gemacht und Wahn zur Kunstform erhoben.“ (Ijon Tichy)

Heilige Bücher - allen voran die drei abrahamitischen Religionen - sind die Giftschränke der Religionsmacher. Zu diesem Ergebnis kann man vor allem dann kommen, wenn man Seiten der christlichen Mischpoke im Internet liest. Vor allem in den christlichen Newsgroups tummeln sich die Fanatiker dieses Glaubens. Ijon Tichy erklärt, warum dies so ist: Die Bibel fordert zur Dummwerdung und Dummhaltung auf.

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Sodom und Gomarrha aus anderer Sicht

Die drei Engel im Hain von Mamre unterhalten sich. Die Frage „Was war denn in Sodom und Gomorrha wirklich los?“ kann in Wirklichkeit nicht beantwortet werden. Ruinen dieser Städte sind bisher nicht gefunden worden. Sie könnten durch Erdbeben und Erdrutsche völlig von der Bildfläche verschwunden sein. Sollte es sie überhaupt gegeben haben, ist dies eine plausible Erklärung. Es bleibt also nur eine biblische Geschichte, die mit Absicht(en) erzählt und aufgeschrieben wurde. Welche Absichten die Autoren dieser Geschichte verfolgten, ist umstritten. Zwei Interpretationen werden immer wieder geboten: Die Städte symbolisieren Fremdenfeindlichkeit oder die Sünde der Wolllust, das Laster gegen die Natur. Vermutlich haben die Bibelschreiber beides ausdrücken wollen.
Die folgende Karikatur kritisiert, dass Lot seine Töchter zur Massenvergewaltigung freigeben wollte, um die Sünde „wider die Natur“ zu verhindern.

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Wie missverständlich und mehrdeutig Worte sein können, zeigen die drei Engel von Mamre auf diesem Bild:

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Was über „heilige Schriftsteller (Haggiographen) gedacht werden kann, findest du hier:

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Über den Bibelschreiber Lukas

Info in Comic-Form.
Christen behaupten und glauben, ihre hl. Schrift, die Bibel, sei den bibl. Schriftstellern von einem heiligen Geist eingehaucht und diktiert worden. Deshalb ei sie wahr. Aufgrund der zahlreichen Widersprüche in diesem religiösen Elaborat kann nur eine Erklärung weiterhelfen: Beim Schreiben ihrer Werke waren die Haggiographen (heilige Schriftsteller) volltrunken und zugekifft zugleich. Angesichts der Gräuel, die auf der Grundlage dieser Schrift verübt wurden, kann man nur zu einem Schluss kommen:
Alles nur Einhauch und Luftgespinnst.

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Pfingsten - eine Schwärmerei

Auf zwei Seiten viel Stoff in Sachen Bibelkunde.

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Schlechte Schöpfung? Schöpfung des Unheils!

Ja, sie war immer schon "schlecht". Nicht erst nach einem fiktiven Sündenfall. Die Präsentation zeigt ein paar Katastrophenbilder. Sie zeigen, wie hilflos wir Menschen gegenüber Naturgewalten sind. "Kleine Sünden straft der Liebe Gott sofort", begründen christliche Prediger solche Vorgänge seit 2 Jahrtausenden unter Berufung auf ihr altes Buch.

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Eigentlich lief von Anfang an alles schief. Die Präsentation des Themas bietet einen Einstieg in das Thema Allmacht oder Pfusch? Wer einem Gott vertraut, der Finsternis und Unheil schafft und an einem religiösen Fanatiker als "Sohn" Gottes glaubt, bekommt genügend Material geliefert, um seinen Glauben auf den Prüfstein zu stellen.

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Rund um die Bibel

Das folgende Material beschäftigt sich mit der Bibel ...

"Ein Buch namens Bibel" beschäftigt sich mit der Schriftwerdung sogenannter inspirierter Texte und ihre Zusammenstellung zu einem Buch. Das Pdf bietet einen kleinen Einblick in Buchmalereien. Sie zeigen, welche Eertschätzung das Buch voller Irrtümer im Laufe der Zeit bekam. Kritische Schüler bekommen das Material geliefert, was sie brauchen, um Reli-Lehrer zum Schwitzen zu bringen. Dennoch sind die Themen und verlinkten Infos sehr objektiv gehalten.

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"Ist die Bibel glaubwürdig?" Es kommentiert einen Text, der die Frage bejaht, und verweist auf die Fachliteratur, die eine andere Antwort nahelegt. Die genannten (und verlinkten) Bücher gehören in den Bücherschrank eines jeden, der sich mit der Bibel beschäftigt. Seelenfängern sollte man keine Chance geben!

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Rabulistik mit der Bibel zeigt den normalen Umgang Bibeltreuer mit der Kirche. Es verweist auf weitere Präsentationen des Themas.

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"Irrtum Bibel" ist ein Schaubild, welches den normalen Umgang gläubiger Menschen mit der Bibel auf's Korn nimmt. Es verweist auf die sogenannte Chicago-Erklärung, auf Weltreligionen ...

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Um die Bibel richtig auslegen zu können, benötige man einen Heiligen Geist, wird von allen Christen immer wieder behauptet. Die Notiz befasst sich mit diesem kritisch Thema.

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Schriftrolle und Codex bietet einen Einblick in die alten Schriften und das Bemühen von Menschen, diesen "Datenbestand" über die Zeit zu retten.

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Evangelikale Vorhölle

Das Schaubild karrikiert die Aussage "Es gibt kein Verbrechen auf Erden, das schlimm genug wäre, einem Menschen den Himmel zu verweigern. Das Bildmotiv ist einer mittelalterlichen Vorstellung entnommen, nach der Jesus Menschen aus dem Schlund des Höllendrachens befreit. Die ins Bild montierten Persinen sind (von oben nach unten): evangelikaler Prediger, Mao, Hitler, Stalin, Papst Alexander VI.

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Gewalt und Schrecken in der Bibel

Von Anfang herrscht tödliche Gewalt in der Bibel. Dies wird anhand alter Buchmalereien dargestellt, die biblische Texte illustrierten, "illuminierten". Die Kurzexte, die sie kommentieren, sind ziemlich bissig. Die Bibel wird so dargestellt, was sie oftmals produzierte: "Gewalt im Namen des Herrn".

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